Freitag, 8. Februar 2008

Eleanor Coerr - Sadako und die tausend Papierkraniche

Zwischenablage01

"Sadako und die tausend Papierkraniche" erschein erstmals 1977. Es ist die auf einer realen Figur basierenden Geschichte Sadako Sasakis.
Es ist 1955. Zehn Jahre nach dem Abwurf der Atombombe(n) von Hiroshima (und Nagasaki). Das junge 12-jährige Mädchen Sadako, was sich an den "Donnerblitz" nur schwer erinnern kann, erkrankt an der "Atombombenkrankheit", an Leukämie. Sie verspürt Schwindelanfälle, hat Kopfschmerzen, bricht eines Tages auf dem Schulhof zusammen und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Nun ist sie im Krankenhaus, hat Angst vor dem Tod, virm Sterben. Kindliche Ängste wie die Versetzung in die Oberstufe oder der sportliche Erfolg werden im Laufe der Geschichte abgelöst durch die Angst und die Gedanken um den nahenden Tod Sadakos. Doch sie kämpft. Ihre beste Freundin erinnert sie an die Legende von einem Kranich.
Ein Kranich lebt tausend Jahre, und wenn man tausend Papierkraniche faltet, so gewähren die Götter demjenigen einen Wunsch. Sadako faltet und faltet und kommt schließlich auf 649 Origamikraniche - bis sie vollkommen entkräftet im Alter von 12 Jahren im Oktober 1955 verstirbt.

Dies ist ein Kinderbuch und somit sollte es, laut der Wissenschaft, andere Beobachtungskriterien geben. Kinder haben einen anderen Blick auf die Welt als ich mit meinen 21 Jahren, sie stellen sich eher die Frage nach der Sympathie gegenüber den Figuren als sich mit dem Element und der Frage der Auseinandersetzung mit der Atombombe zu kümmern. Ich kann nur folgendes sagen: Das bilderreiche Buch ist ein Akt der Hoffnung, auch, wenn das Ende nicht positiv ist, so ist Sadako doch eine repräsentative Heldin für das Nichtaufgebenkönnen. Trotz der Schmerzen, trotz des nahenden Endes faltet sie weiter und trotzt somit der doch eher negativen Atmosphäre, die das Buch ausstößt. Sprachlich hat die Autorin die gesamte Geschichte natürlich eher mit simplen Satkonstruktionen gearbeitet, in die Handlung werden nebenher auch einige kulturelle Besonderheiten Japans eingearbeitet (Kimonos, ein Frühstück mit eingelegtem Rettich, Laternen in einen Fluss setzen für die Toten...).

Fazit: Ein mut-machendes und für Kinder vielleicht etwas bekümmerndes, erschütterndes Buch. Für mich persönlich ein Akt der Stärke und Hoffnung.

Derzeit lese ich...

Katryn Berlinger - Das Schokoladenmädchen

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