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    <dc:publisher>Glawar</dc:publisher>
    <dc:creator>Glawar</dc:creator>
    <dc:date>2008-03-14T22:58:33Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://glawar.twoday.net/stories/4786667/">
    <title>Richard Yates - Easter Parade</title>
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    <description>1976 erschien &quot;Easter Parade&quot;, Anfang 2007 erschien es in Deutschland bei DVA; nicht zuletzt durch das positive Feedback Elke Heidenreichs&apos; in ihrer Literatursendung &quot;Lesen!&quot; erreichte dieses Buch Bestsellerstatus und wurde in sämtlichen großen Tageszeitungen (FAZ, DIE ZEIT, taz, NZZ, Süddeutsche Zeitung...) fast ausnahmslos positiv besprochen. Und daher bleibt immer die Frage, ob der &quot;normale&quot; Leser sich diesen Beifallsstürmen anschließen kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... in diesem Fall kann ich es. Auf höchst scharfe Weise zerstört Richard Yates die Illusion des American Dream, die Illusion, dass ein Leben aus Zufällen, aus eigener Kraft gesteuert und besonders reich gelebt werden kann. Er führt vor Augen, was passiert, wenn die &quot;Anlagen&quot; nicht stimmen - wenn Kindheit und Jugend als reine Posse zurückbleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sarah und Emily Grimes, zwei Schwestern, die von ihrer alkoholkranken Mutter von Stadt zu Stadt, von Schule zu Schule geschleift werden. Man weiß nie genau, wonach die Mutter sucht. Ist es DER Job, DIE Karriere? Auf allen Wegen scheitert sie, bleibt stets die Suchende; sie erzieht ihre Kinder anti-autoritär, nicht als Mutter, nicht als Verantwortliche. Sie sollen sie Pookie nennen. Was wie ein Name für eine Indianerin klingt, ist nur wiederum ein Ausdruck für ihre Rollensuche. Sie will nicht Mutter sein, sie will auch nicht eine Rabenmutter sein; sie will nicht arbeitslos sein, aber auch nicht mit einem Job behaftet, der ihr weder Glück noch viel Geld bringt. &lt;br /&gt;
Die Grimes-Schwestern entwickeln sich unterschiedlich. Sarah heiratet früh einen jungen Mann aus gutem Hause, der sich schnell als brutaler, schlagender Ehemann herausstellt. Und doch bleibt sie, nach der Aufzucht dreier gemeinsamer Kinder bei ihm, und findet sich gebrochen und depressiv als Alkoholikerin wieder. &lt;br /&gt;
Emily dagegen führte zwei Ehen, beide zerbrachen; sie hatte ein Stipendium, war Journalistin, liebte mehrere Männer, hatte Affären und wird dennoch nicht glücklich. Ähnlich wie ihre Mutter ist sie auf der Suche, aber nicht nach dem Karriereglück, sondern der Liebe, die sie von ihrer Traurigkeit lösen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Richard Yates auf knapp 300 Seiten formuliert, lässt einem sehr nachdenklich zurück. Dieses Buch hat manchmal Längen, manchmal hat man das Gefühl, die Geschichte plätschert. Es werden zwei Leben beschrieben und es könnte langweilig wirken, weil nur wenig passiert, was nicht vorhersehbar ist. &lt;br /&gt;
Aber das ist es gerade. Man spürt den nahenden Abgrund, man spürt, dass dies nicht gut gehen kann. Und es endet für alle Figuren nicht positiv, und obwohl dies ersichtlich ist, hofft man. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für mich ein nachdenklicher machender, sehr lang anhaltender Roman. Obwohl ich ihn schon vor zwei Stunden aus der Hand gelegt habe, hat er mich noch nicht losgelassen. Ein wirklich gutes, kritisches Buch mit einer anhaltend flüssigen, wunderbar zu lesenden Sprache. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Interesse für Richard Yates ist geweckt und ich danke Robert Ford für das Wiederentdecken dieses &quot;Klassiker der Moderne&quot; (FAZ).</description>
    <dc:creator>Glawar</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Glawar</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-14T22:58:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://glawar.twoday.net/stories/4786663/">
    <title>Bisherige Monatsstatistik:</title>
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    <description>Was gibt&apos;s Neues vom Krieg (Robert Bober) Beendet, 04.03.2008&lt;br /&gt;
Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung (Phillipe Claudel) Beendet, 11.03.2008&lt;br /&gt;
Reise im Mondlicht (Antal Szerb) Beendet, 10.03.2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Easter Parade (Richard Yates) Beendet, 14.03.2008&lt;br /&gt;
Das Schokoladenmädchen (Kathryn Berlinger)Angefangen, 14.03.2008&lt;br /&gt;
Mathilde Möhring (Theodor Fontane)&lt;br /&gt;
Die verlorene Ehre der Katahrina Blum (Heinrich Böll)&lt;br /&gt;
Wanderbuch - Das Jungfrauenspiel (Sandra Lessmann) &lt;br /&gt;
Glaubst du, es war Liebe? (Alice Munro)</description>
    <dc:creator>Glawar</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Glawar</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-14T22:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://glawar.twoday.net/stories/4690964/">
    <title>Erich Maria Remarque - &quot;Gesamtwerk&quot;</title>
    <link>http://glawar.twoday.net/stories/4690964/</link>
    <description>Ich habe bisher von diesem Autor &quot;Im Westen nichts Neues&quot; gelesen und war &quot;angetan&quot; von Remarques erzählerischen Qualitäten. Der Leser hat den Eindruck eine Milieustudie zu lesen; der Schreibstil Remarques ist durchzogen von einer gewissen Nüchternheit, Schlichtheit und einer gewissen Sachlichkeit. Er wertet Ereignisse, allerdings auf seine Weise, indem er seine Figuren über das Geschehen nachdenken lässt und sie dann Sätze denken oder auch sagen lässt, die einfach, salopp formuliert, &quot;einschlagen wie eine Bombe&quot;. Wenn z.B. Paul Bäumer, der Protagonist aus &quot;Im Westen nichts Neues&quot; darüber sinniert, dass sie Truppennachwuchs erhalten haben, der untauglich ist, weil dieser &quot;viel zu jung wäre. Sie selbst sind mit ihren 19/20 Jahren schon alte Leute.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich lese derzeit ein weiteres Werk von ihm, und zwar &quot;Zeit zu leben und Zeit zu sterben&quot;. Ich gebe euch mal eine kurze Inhaltsangabe von amazon.de: &lt;i&gt;Es ist die Geschichte des Soldaten Gruber, der während des Zweiten Weltkrieges Fronturlaub bekommt und die Zerstörung der Heimat, aber auch die Möglichkeit der Liebe erlebt. Voller Zweifel kehrt er an die russische Front zurück ...&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
Ich halte nicht viel von dieser kurzen Inhaltsangabe, verschleiert sie doch die Grundfrage des Romans, nämlich inwieweit der einzelne Soldat (Mit-)Schuld am Kriegsgeschehen bzw. an seinen eigenes begangegen Kriegsgreueln hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also nun mein zweiter Remarque. Der dritte liegt bereits im Bücherregal: &quot;Der Funke Leben&quot;. Nur als kurze Information: 1952 verfasst ist dieses Werk ein Zeugnis eines fiktiven KZ-Häftlinges und dessen Leben und Sterben in einem nicht näher spezifizierten, deutschen Konzentrationslager. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als letztes möchte ich folgendes erwähnen: Der Verlag Kiepenheuer und Witsch hat eine &quot;Gesamtausgabe&quot; herausgegeben. (Dazu sage ich gleich noch etwas.) Diese besteht aus folgenden Bänden, die im   übrigen alle auf meiner Wunschliste stehen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;- Mehrere Kurzprosa &lt;br /&gt;
- Die Traumbude (1920)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
- Station am Horizont (erstmals erschienen: 1927/1928) &lt;br /&gt;
- Im Westen nichts Neues (erstmals erschienen: 1928/1929) &lt;br /&gt;
- Der Feind (1930/1931)&lt;br /&gt;
- Der Weg zurück (1930/1931)&lt;br /&gt;
- Drei Kameraden (1936/1937) &lt;br /&gt;
- Liebe deinen Nächsten (1939/1941) &lt;br /&gt;
- Arc de Triomphe (1945)&lt;br /&gt;
- Der Funke Leben (1952)&lt;br /&gt;
- Zeit zu leben und Zeit zu sterben (1954)&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;- Der letzte Akt (1955) &lt;br /&gt;
- Seid wachsam!! (1956)&lt;br /&gt;
- Die letzte Station (1956)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
- Der schwarze Obelisk (1956)&lt;br /&gt;
- Geborgtes Leben / Der Himmel kennt keine Günstlinge (1959/1961)&lt;br /&gt;
- Die Nacht von Lissabon (1961/1962)&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;- Das gelobte Land (1970)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;- Schatten im Paradies (1971) &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kursiv-Gedruckten sind erst gar nicht erschienen und zum letzteren Werk &quot;Schatten im Paradies&quot; zitiere ich einen amazon.de-Rezensensenten: &lt;cite&gt;Die im Verhältnis zu seinen anderen Werken ziemlich negative Einschätzung, die auch hier aus den Rezensionen spricht, ist berechtigt. Allerdings trifft sie nicht den Autor, sondern seine Witwe Paulette Goddard-Remarque und den Verlag Droemer-Knaur. Marc Wilhelm Küster hat in einer Untersuchung über die Manuskriptlage des unvollendeten Werks nachgewiesen, &lt;u&gt;daß die veröffentlichte Fassung &quot;auf einem von Remarque verworfenen Manuskript beruht und damit nicht nur ohne seine Autorisation, sondern gegen seinen Willen erschien. Der einzige Grund, der Droemer-Knaur bewogen hat, diesen Text zu wählen, war der Wunsch, einen Bestseller zu landen.&quot;&lt;/u&gt; Dabei hat Küster anhand der im Nachlaß befindlichen Manuskriptversionen nachweisen können, &lt;u&gt;daß der Autor den Roman neu konzipiert und den Text umgeschrieben hat.&lt;/u&gt; Die neueste Fassung endet mitten in Kapitel 21. (Mehrfaches, zum Teil radikales Umschreiben war bei Remarque normal; so entstanden alle seine Werke.) Die Behauptung von Goddard und dem Testamentsvollstrecker Felix Guggenheim, &lt;u&gt;die gedruckte Version sei die letzte Fassung, ist eine schlichte Unwahrheit.&lt;/u&gt;&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inwiefern ist ein Verlag glaubwürdig, der zum einen ein Manuskript verwendet, welches nicht mehr dem neusten Stand entspricht und auch nicht dem Wunsch des Autors entspreche? (Ansonsten hätte er  es nicht neukonzipiert, wäre das die entgültige Fassung geworden.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Verlag werfe ich auch noch etwas anderes vor. Ich zitiere von seiner Verlagshomepage: &lt;cite&gt;Im &lt;b&gt;Gesamtwerk&lt;/b&gt; des Autors gibt es aber neben den vertrauten noch zahlreiche unbekannte oder verges-sene Seiten neu- und wiederzuentdecken.&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
Ein Gesamtwerk besteht nicht aus ausgewählten Werken, sondern ist wirklich ein Gesamtwerk, sprich auch die früheren Werke sollten dazu gehören und man sollte nicht selektiv die bekanntesten  auswählen... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das einzige positive an dieser 1998er-Gesamtwerksfassung? Es gibt ein interessantes Begleitbuch zu Remarque selbst: &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Pazifist-Texte-Interviews-1929-1966/dp/3462027328/ref=sr_1_23?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1202549895&amp;sr=1-23&quot;&gt;Link&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
und auch die Covergestaltung der einzelnen Werke ist doch sehr einfach, aber doch aussagekräftig mit Werken der Malerei, u.a. von Felix Nussbaum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;263&quot; alt=&quot;2865334z&quot; width=&quot;170&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Glawar/images/2865334z.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>Glawar</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://glawar.twoday.net/topics/Verlagsschelte&quot;&gt;Verlagsschelte&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Glawar</dc:rights>
    <dc:date>2008-02-09T08:56:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://glawar.twoday.net/stories/4689824/">
    <title>Eleanor Coerr - Sadako und die tausend Papierkraniche</title>
    <link>http://glawar.twoday.net/stories/4689824/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;239&quot; alt=&quot;Zwischenablage01&quot; width=&quot;164&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Glawar/images/Zwischenablage01.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Sadako und die tausend Papierkraniche&quot; erschein erstmals 1977. Es ist die auf einer realen Figur basierenden Geschichte Sadako Sasakis. &lt;br /&gt;
Es ist 1955. Zehn Jahre nach dem Abwurf der Atombombe(n) von Hiroshima (und Nagasaki). Das junge 12-jährige Mädchen Sadako, was sich an den &quot;Donnerblitz&quot; nur schwer erinnern kann, erkrankt an der &quot;Atombombenkrankheit&quot;, an Leukämie. Sie verspürt Schwindelanfälle, hat Kopfschmerzen, bricht eines Tages auf dem Schulhof zusammen und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Nun ist sie im Krankenhaus, hat Angst vor dem Tod, virm Sterben. Kindliche Ängste wie die Versetzung in die Oberstufe oder der sportliche Erfolg werden im Laufe der Geschichte abgelöst durch die Angst und die Gedanken um den nahenden Tod Sadakos. Doch sie kämpft. Ihre beste Freundin erinnert sie an die Legende von einem Kranich. &lt;br /&gt;
Ein Kranich lebt tausend Jahre, und wenn man tausend Papierkraniche faltet, so gewähren die Götter demjenigen einen Wunsch. Sadako faltet und faltet und kommt schließlich auf 649 Origamikraniche - bis sie vollkommen entkräftet im Alter von 12 Jahren im Oktober 1955 verstirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ein Kinderbuch und somit sollte es, laut der Wissenschaft, andere Beobachtungskriterien geben. Kinder haben einen anderen Blick auf die Welt als ich mit meinen 21 Jahren, sie stellen sich eher die Frage nach der Sympathie gegenüber den Figuren als sich mit dem Element und der Frage der Auseinandersetzung mit der Atombombe zu kümmern. Ich kann nur folgendes sagen: Das bilderreiche Buch ist ein Akt der Hoffnung, auch, wenn das Ende nicht positiv ist, so ist Sadako doch eine repräsentative Heldin für das Nichtaufgebenkönnen. Trotz der Schmerzen, trotz des nahenden Endes faltet sie weiter und trotzt somit der doch eher negativen Atmosphäre, die das Buch ausstößt. Sprachlich hat die Autorin die gesamte Geschichte natürlich eher mit simplen Satkonstruktionen gearbeitet, in die Handlung werden nebenher auch einige kulturelle Besonderheiten Japans eingearbeitet (Kimonos, ein Frühstück mit eingelegtem Rettich, Laternen in einen Fluss setzen für die Toten...). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fazit: &lt;/b&gt;Ein mut-machendes und für Kinder vielleicht etwas bekümmerndes, erschütterndes Buch. Für mich persönlich ein Akt der Stärke und Hoffnung.</description>
    <dc:creator>Glawar</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://glawar.twoday.net/topics/Buchrezension&quot;&gt;Buchrezension&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Glawar</dc:rights>
    <dc:date>2008-02-08T18:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://glawar.twoday.net/stories/4676545/">
    <title>Kressmann Taylor - Adressat unbekannt</title>
    <link>http://glawar.twoday.net/stories/4676545/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;284&quot; alt=&quot;Adressat-unbekannt&quot; width=&quot;170&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Glawar/images/Adressat-unbekannt.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Katherine) Kressmann Taylor hat &quot;Adress unknown&quot; 1938 erstmals als Fortsetzungsgeschichte im Magazin &quot;Story&quot; veröffentlicht, deren Auflage innerhalb von zehn Tagen ausverkauft war. 1939 veröffentlichte der Verlag Simon and Schuster das &quot;Büchlein&quot; (Ingrid Müller-Münch in der Frankfurter Rundschau, 2001) als vollständige Ausgabe. Und doch dürfte jedem auffallen, auch nachdem das Buch erst 1992 wieder entdeckt und gedruckt wurde, dass der Name Kressmann Taylor nicht Programm ist in der amerikanischen Literaturgeschichte; sie wird in keinem der Fachbücher zur amerikanischen Literaturgeschichte jemals erwähnt und so bleibt die Autorin selbst, über die nicht mehr bekannt ist als dass sie verheiratet (war/ist) und drei Kinder hat(te) sowie in den USA lebt(e) und als Werbetexterin gearbeitet hat, auch im Dunkeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Briefromans lässt sich kurz zusammenfassen: Max Eisenstein und Martin Schulse sind Geschäftspartner und Freunde. In San Francisco haben sie eine gemeinsame Kunstgalerie aufgebaut; jedoch zieht Martin mit seiner Frau Elsa und den Kindern zurück nach Deutschland Anfangs schreiben sie sich noch sehr intime, zart-verbundene Zeilen wie &quot;Wir werden auf dich, den lieben Onkel Max trinken und an dich denken!&quot; bis Max, ein Jude, eine deutliche antisemitische Stimmung in Deutschland mitbekommt - Nicht durch Berichte von Freunden sondern auch in den Briefen von Martin. Zuerst zweifelt Martin selbst noch an dieser Regierung, bezeichnet Hitler dennoch als &quot;guten Schock für Deutschland&quot;, den es nötig hat um &quot;zu erwachen&quot;. Er konstatiert: &quot;Dem Himmel sei dank, dass er [Hitler] ein wahrer Führer ist und nicht ein Engel des Todes.&quot; &lt;br /&gt;
Martin scheint eingenommen von dem neuen System, dass einer Familie, vor allem seinen Söhnen, einen Aufstieg beschert; sie werden regelmäßig von einem Baron besucht, sein Sohn ist einer der &quot;Besten&quot; im Jungvolk und selbst seine Frau Elsa, wieder einmal mit einem Kind schwanger, schwärmt &quot;von dem neuen Führer, den sie so verehrt&quot;. &lt;br /&gt;
Er äußert seine Überzeugung gegenüber Max, der ihn &quot;so oder so nicht verstehe, weil er nur an die Ungerechtigkeit gegenüber seines Volkes denkt&quot;; kurzum: Er bittet ihn ihn nicht mehr zu schreiben und verweigert sogar die Hilfe der Schwester von Max&apos; als sie von SA-Schergen verfolgt um hilfesuchend vor seiner Tür steht. &lt;br /&gt;
Von da an beginnt die Pointe, beginnt die Rache des &quot;Juden Max&quot; an seinem ehemaligen Freund... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Buch ist nur 64 Seiten lang und besteht aus 19 Briefen und einem Telegramm; die Länge ist nicht wichtig, der Inhalt ist es und der hat es in sich. Kressmann Taylor weiß, wie sie die Sprache einsetzen muss, damit man zwar erst langsam, aber dann in all seiner Heftigkeit die Umkehrung von Martin bemerkt. Werden anfangs noch die Briefe mit &quot;Mein lieber Freund Max&quot; begonnen, so starten sie schluss endlich mit &quot;Heil Hitler!&quot;. Kein Wort ist zuviel, kein Wort zu wenig. Der Leser wird mit der Pointe fast erschlagen; mir blieb der Mund offen stehen, ich hatte glänzende Augen. Warum? Weil ich mir folgendes dachte: Endlich! Endlich gibt es einen Menschen, einen Protagonisten, der nicht sein Haupt senkt und von einer Freundschaft Abschied nimmt. Er nimmt keine Freundschaftskündigung hin, er reißt seinen ehemaligen Freund ins Verderben. Und ich muss sagen: Endlich ein Stück ausgleichende Gerechtigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fazit:&lt;/b&gt; Ein sehr bedrückendes, nachdenklich machendes Stück Literatur und Zeitdokument; auch, wenn es nur 64 Seiten hat - Sie werden einen erschlagen und aufrütteln.</description>
    <dc:creator>Glawar</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://glawar.twoday.net/topics/Buchrezension&quot;&gt;Buchrezension&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Glawar</dc:rights>
    <dc:date>2008-02-04T16:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://glawar.twoday.net/stories/4671989/">
    <title>Neuheiten für das Buchregal...</title>
    <link>http://glawar.twoday.net/stories/4671989/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;263&quot; alt=&quot;Eugenides-Titelbild&quot; width=&quot;170&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Glawar/images/Eugenides-Titelbild.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;In einem griechischen Bergdorf am Hang des kleinasiatischen Olymp fing alles an. Ein junger Mann und eine junge Frau, die Geschwister Eleutherios und Desdemona Stephanides, fliehen vor den Türken nach Smyrna und, als die Stadt brennt, weiter nach Amerika. Es ist das Jahr 1922. Auf dem Schiff, weit weg von allem, erschaffen sie sich als einander Unbekannte neu: Sie heiraten, verbringen ihre erste gemeinsame Nacht in einem Rettungsboot.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kategorie:&lt;/b&gt; Wollte ich schon immer mal lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;284&quot; alt=&quot;Adressat-unbekannt&quot; width=&quot;170&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Glawar/images/Adressat-unbekannt.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Adressat unbekannt&quot;, erstmals 1938 im New Yorker Story Magazine veröffentlicht, ist ein literarisches Meisterwerk von beklemmender Aktualität. Gestaltet als Briefwechsel zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden in den Monaten um Hitlers Machtergreifung, zeichnet dieser kurze Roman in bewegender Schlichtheit die dramatische Entwicklung einer Freundschaft.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kategorie:&lt;/b&gt; Hat mich angesprochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;264&quot; alt=&quot;Schulversager&quot; width=&quot;170&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Glawar/images/Schulversager.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;»Das Schulversagen der Kinder ist das Versagen der Schule«, sagt Lotte Kühn - und geht in ihrem neuen Buch den Ursachen dieses Scheiterns auf den Grund. An ihrer Seite: eine Ministerialbeamtin, die brisante Insiderinformationen über die Schulpolitik beisteuert. In ihrer schonungslosen Bestandsaufnahme beschreibt Lotte Kühn eindrücklich, woran unsere Schulen kranken. Praxisferne Bildungspolitik, ungenügende Lehrerausbildung, ein unzeitgemäßes Schulsystem - die Misere hat viele Gründe. Ausbaden müssen diese Missstände die Opfer des Systems: die Kinder und ihre Eltern. Lotte Kühn benennt jedoch nicht nur die Schuldigen am Schulversagen, sondern erklärt auch, was sich endlich ändern muss. Damit die im Lehrerhasser-Buch angestoßene Debatte über unsere Schulen weitergeht.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kategorie:&lt;/b&gt; &quot;Berufliche Weiterbildung&quot;</description>
    <dc:creator>Glawar</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://glawar.twoday.net/topics/Regalzuwachs&quot;&gt;Regalzuwachs&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Glawar</dc:rights>
    <dc:date>2008-02-03T18:25:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://glawar.twoday.net/stories/4671664/">
    <title>&quot;Meine Mängel gehören mir...&quot;</title>
    <link>http://glawar.twoday.net/stories/4671664/</link>
    <description>&quot;Das macht mir Mut auch meine Vorzüge anzusprechen&quot;, sagte der österreichische Satiriker, Schriftsteller und Publizist Karl Kraus (&quot;Die letzten Tage der Menschheit&quot;) und so möchte ich mich vorstellen als das, was ich bin bzw. als das, was die Menschen von mir begreifen.&lt;br /&gt;
Ich bin eine Exil-Berlinerin, ich bin Studentin mit dem Wunsch das Studium als ausgebildete Lehrerin für die Fächer Geschichte und Deutsch zu verlassen. &lt;br /&gt;
Ebenso bin ich Verlobte eines gleichaltrigen Mannes, Schwester einer älteren Schwester, Kind einer Akademikermutter. &lt;br /&gt;
Und doch sind das nicht alle Rollen meines Lebens: Ich bin Weltverbesserer und Weltenbummler, Lebensjaher, Leser, Schreiberling, &quot;Kreativling&quot; und schluss endlich Mensch mit einem Interesse für Bücher, Kunst, Tagebücher, Aphorismen; kurzum, für alles, was etwas mit dem geschriebenen Wort oder der Symbolik von Wörtern zu tun hat. Nebenher begeistere ich mich für Filme, für Musik, für den Hund meiner Familie... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne:&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Wenn ich ein Buch lese, ein gescheites ebenso wie ein törichtes, ist es mir, als lebte es und spräche mit mir. (Jonathan Swift, (1667 - 1745))&lt;/i&gt;</description>
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